Kurz gesagt
- Einen Präventionskurs erstellen lassen heißt drei Dinge: Konzept entwickeln, bei der ZPP zertifizieren, technisch als Kurs aufbauen. Nicht jeder Anbieter macht alle drei.
- Die wichtigste Weiche: dein eigenes Konzept oder ein fertiges Fremdkonzept. Das entscheidet, ob dir der Kurs gehört oder ob du austauschbar bleibst.
- Für das ZPP-Siegel zahlst du nichts, die Prüfung ist gebührenfrei. Bezahlt wird die Arbeit davor: Konzept, Unterlagen, Kursaufbau.
- Ein guter Anbieter begleitet dich bis zur Zulassung, inklusive aller Nachforderungen, statt dich nach der Rechnung allein zu lassen.
- Einmal erstellt, läuft ein zertifizierter Kurs jahrelang und bringt Einnahmen, die nicht an deine Arbeitszeit gekoppelt sind.
Du hilfst Menschen jeden Tag, aber immer nur einer Person gleichzeitig. Irgendwann kommt der Gedanke: Dein Wissen könnte Tausende erreichen, wenn es in einem kassenzertifizierten Kurs steckt. Und weil der Weg dahin nach viel Bürokratie aussieht, googelst du „Präventionskurs erstellen lassen“ und landest bei einem Haufen Anbieter, die alle etwas anderes meinen. Genau da räume ich hier auf. Ich zeige dir, was „erstellen lassen“ konkret umfasst, welche Entscheidung dabei über alles andere bestimmt, und woran du merkst, ob ein Anbieter zu dir passt.
Ich schreibe das aus eigener Erfahrung. Mit breifreibaby habe ich genau diesen Weg gemacht, bevor Zertovia daraus ein Angebot für andere wurde.
Was „Präventionskurs erstellen lassen“ wirklich umfasst
Der Begriff klingt nach einer Sache, dahinter stecken aber drei. Wer dir „Präventionskurs erstellen lassen“ anbietet, kann ganz Unterschiedliches meinen.
Erstens die Konzeptentwicklung: das inhaltliche Gerüst deines Kurses, inklusive Stundenverlaufsplan und Teilnehmermaterialien. Zweitens die Zertifizierung bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP), damit die Krankenkassen den Kurs nach § 20 SGB V bezuschussen. Drittens der technische Kursaufbau, damit aus dem Konzept ein verkaufbarer Onlinekurs wird.
Manche Anbieter machen nur einen dieser Schritte. Manche verkaufen dir ein fertiges Konzept und lassen dich mit dem Rest allein. Bevor du irgendwo unterschreibst, kläre also: Welche der drei Ebenen ist wirklich dabei?
Was heißt einen Präventionskurs erstellen lassen?
Es bedeutet, dass ein Dienstleister dich bei Konzept, ZPP-Zertifizierung und technischem Kursaufbau unterstützt, damit dein Gesundheitswissen zu einem kassenzertifizierten Onlinekurs wird. Wie viel davon übernommen wird, hängt vom Anbieter und vom Paket ab.
Die entscheidende Weiche: eigenes Konzept oder Fremdkonzept
Das ist der wichtigste Absatz auf dieser Seite. Viele Anbieter machen es dir vermeintlich leicht: Sie geben dir ein bereits zertifiziertes Konzept, du wirst darauf eingewiesen und darfst es als Kursleitung anbieten. Schnell, günstig, fertig.
Der Haken: Dieses Konzept bieten oft Dutzende andere mit denselben Worten an. Dein Kurs ist dann nicht deiner. Du hast keine eigene Marke, kein Alleinstellungsmerkmal, und wenn der Konzeptgeber etwas ändert, hängst du daran. Du bist austauschbar.
Die Alternative ist ein eigenes Konzept aus deinem Wissen und deiner Handschrift. Das ist mehr Arbeit im Aufbau, aber danach gehört der Kurs dir. Er trägt deine Marke, deine Beispiele, deine Sprache. Genau das macht aus Reichweite ein Produkt, das nur du verkaufst.
| Fertiges Fremdkonzept | Eigenes Konzept | |
|---|---|---|
| Aufbau-Aufwand | gering | höher |
| Wem gehört der Kurs | dem Konzeptgeber | dir |
| Eigene Marke möglich | kaum | ja |
| Austauschbar mit anderen Anbietern | ja | nein |
| Skalierung über eigene Reichweite | begrenzt | voll |
Woran du einen guten Anbieter erkennst
Nicht jeder, der „Präventionskurs erstellen lassen“ bewirbt, begleitet dich wirklich bis zum Ziel. Diese Checkliste hilft dir, das vor der Beauftragung zu prüfen.
- Deckt der Anbieter alle drei Ebenen ab, die du brauchst (Konzept, Zertifizierung, Kursaufbau), oder nur eine?
- Baut er dein eigenes Konzept auf, oder verkauft er dir ein Fremdkonzept?
- Übernimmt er die Antragstellung bei der ZPP inklusive der Nachforderungen, bis der Kurs zugelassen ist?
- Kennt er die Sonderregeln für Online-Kurse (IKT), etwa die Evaluationspflicht nach dem ersten Jahr?
- Gibt es eine echte Referenz mit belegbaren Ergebnissen, nicht nur Versprechen?
- Bleibt er ehrlich bei den Grenzen (keine Heilversprechen, keine garantierte Erstattungshöhe)?
Der wichtigste Punkt ist der dritte. Die meisten Konzepte gehen nicht beim ersten Versuch durch die Prüfung, sondern ziehen Nachforderungen nach sich. Ein Anbieter, der dich danach allein lässt, hat dir nur den halben Weg verkauft. Bevor du tiefer einsteigst, lohnt sich ein Blick auf die konkreten Voraussetzungen der ZPP-Zertifizierung, damit du im Gespräch die richtigen Fragen stellst.
Was kostet es, einen Präventionskurs erstellen zu lassen?
Vorweg die Einordnung, die viele überrascht: Für das Siegel selbst zahlst du nichts. Die eigentliche Kostenfrage bei „erstellen lassen“ ist deshalb nicht die Prüfung, sondern wie viel Arbeit du abgibst.
Was kostet es, einen Präventionskurs erstellen zu lassen?
Das hängt vom Leistungsumfang ab: Eine reine Zertifizierungsbegleitung ist günstiger als das Komplettpaket aus Konzeptentwicklung, Antragstellung und technischem Kursaufbau. Die ZPP-Prüfung selbst ist gebührenfrei, zentral für alle gesetzlichen Krankenkassen. Du bezahlst die Arbeit am Kurs, nicht das Siegel.
Wichtiger als der Preis ist der Hebel dahinter: Ein zertifizierter Kurs ist einmal erstellt und läuft dann jahrelang. Die Investition zahlt sich über planbare Einnahmen zurück, die nicht an deine Arbeitszeit gekoppelt sind.
Wie der Weg mit Zertovia abläuft
Damit du eine Vorstellung hast, wie „erstellen lassen“ in der Praxis aussieht: Bei uns läuft es in überschaubaren Schritten. Wir entwickeln mit dir dein eigenes Konzept, erstellen die Pflichtdokumente, übernehmen die Antragstellung bei der ZPP inklusive aller Nachforderungen, bis dein Kurs zugelassen ist, und bauen ihn technisch als Onlinekurs auf. Bei IKT-Kursen planen wir die Evaluation von Anfang an mit ein, damit die Zertifizierung später auf drei Jahre verlängert wird.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Du bringst dein Fachwissen und deine Reichweite mit, wir bringen dich sicher durch den ZPP-Prozess, ohne verlorene Monate. So bleibt dein Kopf frei für das, was du am besten kannst.
Praxis: wie aus breifreibaby ein Kursprodukt wurde
Ein ehrliches Beispiel, weil es mein eigenes ist. Bei breifreibaby standen wir vor genau der Weiche, um die es in diesem Artikel geht: ein fertiges Konzept übernehmen oder unser Beikost-Wissen in ein eigenes gießen. Unsere Community, rund 150.000 Follower, kannte unsere Sprache und unsere Haltung. Ein Kurs von der Stange hätte sich für genau diese Menschen wie ein Fremdkörper angefühlt.
Also haben wir den längeren Weg genommen: eigenes Konzept, Stundenverlaufsplan ausarbeiten, den Kurs als IKT-Format mit Grafiken und Audio-Elementen aufbauen. Es war mehr Arbeit, als ich vorher dachte. Aber der Kurs gehört uns, und er verkauft sich über unsere eigene Reichweite: über 3.236 Teilnehmer:innen und mehr als 280.000 Euro Mehrumsatz. Aus genau diesem selbst durchlaufenen Prozess ist später Zertovia entstanden, damit andere ihn nicht allein gehen müssen.
Häufige Fragen
Kann ich meinen Präventionskurs auch selbst erstellen und zertifizieren?
Ja. Die ZPP ist für jeden zugänglich, und die Prüfung ist kostenfrei. Der Aufwand liegt in der Konzeptarbeit und im Verständnis der Kriterien. Viele lassen sich begleiten, weil eine Nachforderungs-Schleife schnell Wochen kostet und die Zeit oft teurer ist als die Unterstützung.
Was ist besser: ein fertiges Konzept oder ein eigenes?
Kommt auf dein Ziel an. Ein Fremdkonzept ist schneller und günstiger, aber austauschbar. Ein eigenes Konzept ist mehr Aufwand, gehört dann aber dir und trägt deine Marke. Für alle, die über eine eigene Reichweite skalieren wollen, lohnt sich das eigene Konzept.
Wie lange dauert es, einen Präventionskurs erstellen zu lassen?
Der größte Block ist die Vorbereitung: Konzept, Unterlagen und Kursaufbau können je nach Umfang mehrere Wochen bis Monate dauern. Die abschließende ZPP-Prüfung ist mit etwa zehn Arbeitstagen der kürzeste Teil. Begleitung spart vor allem die Nachforderungs-Schleifen, die dich sonst zwischen den Schritten Wochen kosten.
Muss der Kurs online sein?
Nein, aber online ergibt für die meisten am meisten Sinn. Ein Online-Kurs (IKT) lässt sich orts- und zeitunabhängig verkaufen und ist damit der Weg zum skalierbaren Produkt. Für IKT-Kurse gelten Sonderregeln, etwa die Evaluationspflicht nach dem ersten Jahr.
Wem gehört der Kurs, wenn ich ihn erstellen lasse?
Das hängt vom Modell ab. Bei einem Fremdkonzept bleibt das Konzept beim Konzeptgeber, du darfst es nur als Kursleitung einsetzen. Wird dagegen aus deinem Wissen ein eigenes Konzept entwickelt, gehört der Kurs dir, mit Marke, Inhalten und Preishoheit. Kläre diesen Punkt vor der Beauftragung schriftlich.
Dein nächster Schritt
Du weißt jetzt: „Präventionskurs erstellen lassen“ ist keine einzelne Dienstleistung, sondern eine Kette von Entscheidungen. Die wichtigste hast du im Blick: dein eigenes Konzept statt eines Kurses von der Stange.
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- Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP): Präventionsangebot zertifizieren lassen. zentrale-pruefstelle-praevention.de (abgerufen 2026-07-15)
- § 20 SGB V. gesetze-im-internet.de (abgerufen 2026-07-15)
